Servicefertigung: 3D-Druck

In der Luft- und Raumfahrttechnik, der Automobilbranche und der Zahnmedizin, um nur einige Branchen zu nennen, hat der 3D-Druck schon seit Jahren Einzug gehalten. Anfangs noch als Möglichkeit, Prototypen schnell und kostensparend zu fertigen, ist das Rapid Prototyping im Laufe der Zeit zu einer Fertigungsvariante der Serienproduktion gereift.

In der Orthopädietechnik etablieren sich Printorthesen zunehmend. Allerdings ist die Konstruktion einer anatomisch angepassten Orthese zur Fertigung im 3D-Druck sehr zeitaufwendig und kostenintensiv. Aus diesem Grund haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, individuell gefertigte 3D gedruckte Orthesen auf Scan-Basis anzufertigen.

Selektives Lasersintern (SLS)

Das Selektive Lasersintern (SLS) ist das am häufigsten verwendete Druckverfahren in der Orthopädietechnik. Bei diesem Verfahren wird das Kunststoffpulver im Bauraum über einen CO2‑Laser bis zum Schmelzpunkt erhitzt, dabei verbinden sich benachbarte Pulverpigmente miteinander. Die Materialeigenschaften des geschmolzenen Pulvers ähneln denen der in der Orthopädietechnik bereits seit Jahren eingesetzten Materialien. Zudem ermöglicht das SLS-Verfahren einen voll ausgefüllten Volumenkörper zu drucken.

Nachbearbeitung

Man darf sich den 3D-Druck nicht so vorstellen, als erstelle man eine dreidimensionale Konstruktion, sende diese an den Drucker und erhalte nach einem Zeitraum X eine fertige Orthese. Die Teile aus einem Drucker besitzen raue und offenporige Oberflächen. Um den Ansprüchen der Orthopädietechnik gerecht zu werden, werden die Teile bei uns zusätzlich veredelt und gegebenenfalls eingefärbt. So können sie u.a. gegen Schmutz geschützt werden.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Individualisierung des Hilfsmittels
  • Detailgenauigkeit
  • Reproduzierbarkeit
  • Designfreiheit
  • Optimierung der Fertigungszeiten
  • Integration von Verschlusstechniken und Funktionen